Musik Interkulturell

Weltmusik im Musikland Niedersachsen

Unsere medialen Wahrnehmungsgewohnheiten, musikalischen Bedürfnisse und Erwartungen ändern sich. Das Spektrum kultureller Praxis ist weitaus diverser, als es der feuilletonistische Diskurs über den klassischen Kul-turkanon vermuten lässt. Musikland Niedersachsen unterstützt darum u.a. mit dem Dienst für Musikvermittlung alle Musik-Macher des Landes, Formate neu zu denken und zu entwickeln, um ihrem Publikum neue Zugänge zur Musik zu erschließen. Unser Ziel ist es, so unser aller Horizont zu erweitern und so viele Menschen wie möglich mit ihnen bis dato unbekannten musikalischen Genres in Berührung zu bringen. Interkulturelle Musikvermittlung bedeutet für Musikland Niedersachsen nichts weniger, als Möglichkeiten für den musikalischen Austausch und die musikalische Begegnung aller Akteure des niedersächsischen Musiklebens zu schaffen – jenseits von Herkunft, Geschlecht, Alter, Nationalität und Profession.

In Ergänzung zum wachsenden Angebot in Lehre und Forschung der Hochschulen und Universitäten versuchen wir diese Annäherung nicht aus-schließlich über den Zugang theoretischer Evaluation, sondern vor allem in der Begegnung mit der Praxis: Wer sind die Menschen und Musiker vor Ort? Wo kommen sie her, was bewegt sie, was sind ihre Vorhaben, Ziele und Wünsche?

musik.welt - Master of Arts

Kulturelle Diversität in der musikalischen Bildung

Der Weiterbildungsstudiengang „musik.welt – Kulturelle Diversität in der musikalischen Bildung“ reagiert auf die aktuellen Herausforderungen einer kulturell sich wandelnden Gesellschaft.

Das bundesweit einzigartige Pilotprojekt ist Teil des Programms „musik.welt@niedersachsen" der Stiftung Niedersachsen und wurde gemeinsam mit dem Center for World Music der Stiftung Universität Hildesheim, der Hochschule für Musik und Theater Hannover, dem Musikland Niedersachsen und drei weiteren Hochschulen entwickelt.

Der Studiengang richtet sich an Musiker und Musikerinnen, Lehrkräfte, Sozialarbeiter/-Innen, Musikvermittler/-Innen und Erzieher/-Innen, die das Potential der Musik für ihre Arbeit nutzen möchten. Im Mittelpunkt stehen neben der musikethnologischen und -pädagogischen Ausbildung insbesondere die Kompetenzentwicklung in den Bereichen Interkulturalität, Musik und Soziale Arbeit, Elementare Musikpädagogik, Projektmanagement sowie die musikalische Praxis. Während des Studiums wenden die Studierenden theoretische Erkenntnisse unmittelbar in der Praxis an, konzipieren ein Praxisprojekt und setzen dieses bis zum Ende des Studiums um.
Der Studienabschluss qualifiziert für die Ausübung von Tätigkeiten in den Bereichen Bildung, Kultur und Soziales; zum Beispiel in Schulen, Kindertagesstätten, kulturellen Einrichtungen oder Projekten in den Bereichen Sozialpädagogik, Soziale Arbeit, Frühkindliche Bildung, Migrationsarbeit und Erwachsenenbildung.

38 Prozent der Bewerberinnen und Bewerber für den ersten Ausbildungsjahrgang haben einen Migrationshintergrund, mehr als die Hälfte weisen Erfahrungen in der Integrationsarbeit auf, der Altersdurchschnitt liegt bei 39 Jahren. 24 Studierende von nehmen zum Januar 2012 ihr Studium auf (16 Master of Arts, 8 Zertifikatsstudierende). Unter den Studierenden sind Musiker und Musikerinnen, Lehrkräfte und Sozialarbeiter/innen aus sieben Nationen, die das Potential der Musik für ihre Arbeit nutzen möchten.

www.uni-hildesheim.de

CrossWorld

Integration durch Weltmusik

Cross World ist ein Projekt der Landesarbeitsgemeinschaft Rock, das Musik aus aller Welt an niedersächsische Schulen bringt. Ziel ist, grenz- und musikübergreifende kreative Prozesse in Gang zu setzen, um Toleranz zu fördern und Hemmschwellen abzubauen.
Im Jahr 2011/2012 wird CrossWorld als Modellprojekt an der Oberschule Söhlde starten.

Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten von Februar 2012 an ein Schulhalbjahr lang wöchentlich gemeinsam mit Dozenten Musikstile wie z.B. Samba, Capoeira, afrikanisches Trommeln oder türkisches Saz-Spiel, mit denen sie in dieser Form in der Schule nicht in Berührung kommen. Anschließend werden schon bestehende Inhalte des Musikunterrichts oder der aktuellen musikalischen Einflüsse der Jugendlichen auf die neu erarbeiteten Grundlagen übertragen. Rap in türkischer Sprache, die Verbindung von Orff-Instrumentarium und dem Sitar-Spiel, Konga- und Djembétrommeln im Zusammenspiel mit Blechbläsern oder eingebundene afrikanische Popmusik sind nur wenige Beispiele.
Als Abschluss steht ein gemeinsamer Auftritt in Hannover im Sommer 2012 an, bei dem die Schülerinnen und Schüler zeigen können, was sie gelernt haben.

www.lagrock.de

creole

Globale Musik aus Deutschland

Für deutsche Weltmusik-Bands gibt es seit 2006 alle zwei Jahre einen festen Termin im Kalender: den creole Weltmusik-Wettbewerb!
In Hannover fand am 18. und 19. Februar 2011 der Regionalausscheid für Niedersachsen und Bremen statt – und Musikland Niedersachsen übertrug die Konzerte aus dem Pavillon Hannover live im Internet. Als Gewinner fuhren Aavaan und Evelyn Kryger im Mai zum Bundesausscheid in Berlin.

Der Bundeswettbewerb wird vom Netzwerk creole – Globale Musik aus Deutschland veranstaltet, von der Werkstatt der Kulturen ausgerichtet und steht unter Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission.

www.creole-weltmusik.de

Downloads

Center for World Music

Weltmusik in Hildesheim

Das 2009 gegründete Center for World Music versteht sich als Kompetenzzentrum der Musikethnologie und Ort der Begegnung für interessierte Jugendliche, Bürger und Bürgerinnen, StudentInnen der Universität und WissenschaftlerInnen aus aller Welt. In Kooperation mit der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover widmet es sich in Forschung, Lehre und öffentlichen Veranstaltungen internationalen Musikkulturen.
Das Center for World Music beheimatet in Hildesheim umfangreiche Tonträger- und Instrumenten-Sammlungen und bietet eine Vielzahl von von Lehrveranstaltungen, öffentlichen Führungen, Vorträgen, Tagungen bis hin zu Filmvorführungen, Konzerten und Workshops.

www.uni-hildesheim.de

Das Globale Dorf

Fête de la Musique 2011

Vier Tage lang wurde der Platz am Hannoveraner Steintor zum Lager für marokkanische Zelte, exotische Musikinstrumente und musikalische Leidenschaft: Im Globalen Dorf im Rahmen der Fête de la Musique 2011 war die ganze Welt zu Gast - in Konzerten, Workshops und Informationsveranstaltungen. Das Center for World Music in Hildesheim und andere Projekte der Stiftung Niedersachsen boten von A wie Ausstellung, über I wie Instrumentenbau bis Z wie Zeltdorf ungeahnte Einblicke in die Vielfalt der Musiken dieser Welt...

Fête de la Musique Hannover

Fête de la Musique Hannover

Festival / Wettbewerb

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  • letztes Update: 25.05.2011