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Archiv der Inspirationen

Die Musikvermittlungsszene Niedersachsens ist ebenso vielfältig und umfangreich wie die Musikkultur unseres Landes. Diese Vielfalt so abzubilden, dass sie für Musikerinnen und Musiker, Studierende und Kulturschaffende eine Inspirationsquelle darstellen kann, ist der Musikland Niedersachsen gGmbH ein großes Anliegen - denn Best Practice soll sich nicht verstecken, sondern eine Anregung für andere sein!

Daher haben wir begonnen, gelungene Musikvermittlungsprojekte in einer recherchierbaren Datenbank aufzubereiten. In der Datenbank kann gefiltert werden nach Formaten, Zielgruppen, Genres, Musik in Verbindung mit anderen Kunstformen wie Literatur, Theater etc., bestimmten Werken, Besetzungen und Instrumenten, Motti und Regionen.

Die Datenbank wird laufend erweitert, auch um Projekte, die nicht aus Niedersachsen stammen, aber dennoch nachahmenswert sind.

Zwischen den Welten

Ein musikpädagogisches Projekt mit Jugendlichen in der Psychiatrie

  • Zwischen den Welten
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Projektträger: Nazfar Hadji (Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover)
Akteur(e): Nazfar Hadji
Format: Partizipatives Projekt
Zielgruppe: Kinder, Jugendliche, Junge Erwachsene, Erwachsene
Genre: Klassik & Alte Musik, Neue Musik & Avantgarde
Musik + X: Bildende Kunst, Schauspiel & Performance
Werk/Komponist: Schumann, Robert: Faschingsschwank aus Wien, op.26
Besetzung: -
Instrument: Tasteninstrumente
Motto/Thema: -
Region: Mitte
Ort: Hannover
Veranstaltungsort: Kinder- und Jugendkrankenhaus "Auf der Bult"
Jahr: 2015
Laufzeit: Juni und Juli 2015
Arbeitsaufwand: Sechs Monate

Beschreibung:

Das Projekt »Zwischen den Welten« wurde von Nazfar Hadji, Studentin an der Hochschule für Musik, Theater und Medien, entwickelt und soll eine Kombination aus dem Klavierstück »Faschingsschwank aus Wien« von Robert Schumann und eigenen Kompositionen von 13- bis 18-jährigen PatientInnen in der Psychiatrie darstellen. Die Beteiligten nehmen auf das eigene Leben Bezug und können durch Musik ihre Gefühle transportieren. Der Faschingsschwank eignet sich sehr zur Inspiration eigener Kompositionen, da dort eine eigene Welt eröffnet wird, die nichts mit der realen zu tun hat und eine Art Maskierung ermöglicht. So bietet es einen speziellen Zugang zur Auseinandersetzung mit »verschiedenen Welten«. In den zehn jeweils zweistündigen Workshops stand zum einen die Arbeit mit dem musikalischen Material, das explorativ u.a. mit Instrumenten, Alltagsmaterialien und der Stimme erkundet wurde, im Mittelpunkt. Zum anderen wurde aber auch mit außermusikalischen Mitteln wie Masken, Bildern und Performance gearbeitet. Bei der Durchführung des Projekts wirkten verschiedene KünstlerInnen aus unterschiedlichen Bereichen mit (Musik, Komposition, bildende Kunst), deren Kompetenzen für die Arbeit mit den PatientInnen nutzbar gemacht wurden. Am Ende des Projekts wurden die Ergebnisse in einem Abschlusskonzert präsentiert.

Zielsetzung:

Ein musikpädagogisches Projekt dieser Art mit PatientInnen einer psychiatrischen Station schafft eine Verbindung zwischen der professionellen Musik und der Psychiatrie als einem in sich geschlossenen Raum innerhalb der Gesellschaft. Durch eigenes aktives Musizieren, Improvisieren und andere kreative Aktivitäten sollten die PatientInnen die Möglichkeit bekommen, ihre künstlerischen Talente zu entdecken und zu entfalten und daraus auch Glücks- und Erfolgserlebnisse zu beziehen. Mit diesem Projekt sollte ein Raum geschaffen werden, in dem die PatientInnen sich als wertvoll erleben und sich selbst durch die Musik zur Welt in Beziehung setzen konnten.

Preise und Auszeichnungen:

Förderpreis Musikvermittlung 2015 der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und Musikland Niedersachsen gGmbH,

Wissenschaftspreis Niedersachsen 2016 des Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Beteiligte:

Kooperationspartner/
Förderer:
Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, Rotary Club Hannover, Kinder- und Jugendkrankenhaus "Auf der Bult", Incontri - Institut für Neue Musik, ifmpf - Institut für musikpädagogische Forschung Hannover, Apotheke Neues Haus Hannover
Teilnehmer: Jugendliche der Kinder- und Jugendpsychiatrie im Kinder- und Jugendkrankenhaus "Auf der Bult"
Team: Nazfar Hadji (Konzeption, Durchführung, Gesamtleitung), Arsalan Abedian (Komposition), Ines Nieland (Choreografie), Hannah Geldbach (Maske, Bühnenbild), Hanna Heitmann (Regie)

Fotos:

Sebi Berens