Rheingold - Der Film

Förderpreis Musikvermittlung 2009

MusikZentrum Hannover

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Staatsoper Hannover

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„Rheingold – Der Film“ ist ein Gemeinschaftsprojekt von MusikZentrum Hannover gGmbH, Staatsoper Hannover, TVN Film & TV Production und ca. 50 Jugendlichen aus Hannover. Auf der Grundlage von Wagners Musikdrama entstanden vier Musikfilmclips. Innerhalb von sechs Monaten wurden vier verschiedene Musik- und Filmsequenzen entwickelt. In Vorbereitung fanden Workshops in den Bereichen Musik, Schauspiel, Komposition, Technik, Choreographie, Sport- und Stunttraining statt. Ein Besuch des „Ring des Nibelungen“ in der Staatsoper und ein Austausch mit professionellen Sängerinnen und Sängern war ebenfalls Bestandteil des Projekts. Die jugendlichen TeilnehmerInnen kamen aus Einrichtungen der offenen Jugendarbeit, aus Förder-, Real- und Hauptschulen.

Projektrückblick:

"Ein Rückblick auf dieses Projekt zu werfen ist garnicht so einfach. Wir haben einmal versucht dieses in Form von Zahlen darzustellen"

15 kg Pizza und 500 Müsliriegel wurden gegessen, 500 Brötchen geschmiert

ca. 100 Anrufe mit dem Text "Wo bist du?" und "Das Training läuft..."
1000 Flaschen Wasser und 500 Flaschen Apfelschorle wurden getrunken
x mal war ein "Kamera läuft" von Stefan, Steffen oder Nadine zu hören
400 mal wurde die Klappe geschlagen (davon kein einziges Mal auf den Finger!)
X mal hat Franziska "Und Action!" gerufen
200 Stunden Filmmaterial wurden gedreht
X Akkus wurden immer wieder aufgeladen
20 Packungen Gelatine wurden in die Haare der schwimmenden Rheintöchter geschmiert
5 Packungen Pflaster und 5 Kompressen für kleine Verletzungen wurden benötigt
unzählige blaue Flecken aus Kampfaktionen wurden gezählt
100 mal hat Okkan "Mach kein Scheiß!" gesagt
Sabine Busmann, Musikzentrum Hannover, Projektleiterin

Acht Tage lang wurde von morgens bis abends gedreht: im feuchtwarmen Fössebad bei Temperaturen von über 30 Grad, in einer alten Industriehalle, durch die ein mörderisch kalter Wind blies, im ehrwürdigen Opernhaus, im High-Tech-Fernsehstudio und in einer schicken Kunst-Galerie. Da gab es durchaus auch Momente, an denen die jugendlichen Teilnehmer an ihre Grenzen stießen. Aber das Ergebnis macht alle Anstrengungen mehr als wett: eine „pralle“ DVD, die weitaus mehr ist als nur die Dokumentation eines ambitionierten Jugendprojekts. Der DVD gelingt es, mit dem Mittel des Musikclips Wagners „Rheingold“ auf kreative Weise neu zu erzählen. Und ganz nebenbei wird im „Begleitmaterial“ anhand von Bildern aus der „Rheingold“-Inszenierung der Staatsoper und Gesprächen mit dem Regieteam noch erzählt, was es mit Oper und dem „Rheingold“ von Richard Wagner auf sich hat und – vielleicht die wichtigste Botschaft an ein junges Publikum – dass jede Inszenierung nur eine von tausend Möglichkeiten einer visuellen Umsetzung ist. Und zu diesen Möglichkeiten zählen nun eben auch vier brandneue Musikclips mit der Musik der Jugendband „Violent Girls“!
Bleibt zu hoffen, dass die einzigartige DVD gerade auch in Schulen weite Verbreitung findet. Für die Jugendlichen, die bei „Rheingold – Der Film“ mitgewirkt haben und auch eine komplette Aufführung von Wagners Oper an der Staatsoper miterlebt haben, ist auf jeden Fall klar: „Oper ist cool!“
Ulrich Lenz, Chefdramaturg der Staatsoper Hannover

Das sagen die TeilnehmerInnen:

»Ich bin eigentlich nicht der große Wagnerfan, aber ich finde es toll, in diesem Projekt mit Leuten in Kontakt zu kommen, die ich sonst nicht kennen gelernt hätte. Und mein Traum ist es, später auf der Opernbühne zu singen.«
Friederike, Streetdrumming

»Ich freue mich jedes Mal auf das Wasserballett. Denn ich liebe es zu schwimmen, und Wasser ist einfach mein Element! Das Tanzen macht mir auch viel Spaß. Da kann ich einfach glücklich sein oder anders gesagt: Ich kann mein Glücklichsein durch das Tanzen auch anderen zeigen und das finde ich schön.«
Helen, Choreografie/Wasserballett

»Ich habe noch nie solch einen Industrial-Sound gemacht wie auf diesen Fässern und Ketten. Das sind geile Klänge!«
Ron, Streetdrumming

»Ich war noch nie in einem Opernhaus, aber ich wollte immer schon mal wissen, wie es da ist.«
Duke, Streetdrumming

»Ein Musikvideoclip zu drehen, so richtig mit einem kompletten Kamerateam und professioneller Regie, das ist einfach fett! Ich habe übrigens immer Lampenfieber. Aber wenn ich dann auf der Bühne bin, bin ich einfach in meinem Element. Und ich glaube, so wird es auch vor der Kamera sein.«
Helena, Choreografie und Wasserballett

»
Theater oder Film liefert einen Selbstfindungsprozess und das finde ich toll. Ich glaube, dass man durch die Schauspielerei sich selbst besser kennen lernt und an sich Seiten entdeckt, die man an sich noch nicht kannte!«
Marlene, Choreografie und Wasserballett


Impressionen

Rheingold - der Film