Heiderauschen

Gewinner Förderpreis Musikvermittlung 2009

Daniel Orthey

Daniel Orthey

Veranstalter / Manager

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  • letztes Update: 11.10.2010

Heiderauschen

„Heiderauschen“ wurde konzipiert von Daniel Orthey und in Kooperation mit der Musikschule für Kreis und Stadt Uelzen e.V. realisiert. Die „Camerata“ der Kreis- und Musikschule Uelzen, Mädchen und Jungen der Klasse 3c der Grundschule Hermann Löns in Uelzen samt Eltern und ihre Kunstlehrerin Friederike Martiny setzten sich in jeweils drei Projektgruppen mit dem Komponisten Benjamin Lang und einer seiner zeitgenössischen Kompositionen auseinander. Dies geschah musikalisch, gestalterisch und dokumentarisch. Die Ergebnisse wurden bei einem gemeinsamen Abschlusskonzert am 6. Juni im Langhaus Uelzen-Oldenstadt präsentiert. Im Mittelpunkt des Konzertes stand neue Musik. Ziel des Projektes war, Lernpatenschaften zwischen Schülern, Eltern, Komponisten und professionellen Musikern aufzubauen.

Projektrückblick von Daniel Orthey, Projektleiter:

Im Januar wurde ein Kompositionsauftrag an den in Osnabrück lebenden Komponisten Benjamin Lang gegeben, der sich als Referenzwerk für seine Komposition das „Mozart Adagio“ des estnischen Komponisten Arvo Pärt ausgesucht hatte. Seit April arbeitete er gemeinsam mit den jungen Musiker/innen der „Camerata“ der Musikschule für Kreis und Stadt Uelzen e.V. an seinem Werk. In dieser Zeit kam es auch zu einer engen und inspirierenden Zusammenarbeit mit den Ensembleleitern Almut und Peter Mengel, die sich sehr für das Projekt engagierten und ihrer „Camerata“ immer wieder mit Rat und Tat zur Seite standen. In den gemeinsamen Proben suchte Benjamin Lang nach der Wirkung der verschiedenen Musikstücke auf die Schülerinnen und Schüler, erarbeitet mit ihnen mögliche Mittel der Veränderung des Originals und stieß dabei auf großen Zuspruch bei den Teenagern.
Während die „Camerata“ intensiv probte, kreierten die Uelzener Drittklässler der Hermann Löns Grundschule mit Hilfe ihrer Lehrerin Friederike Martiny zur Musik von Mozart, Pärt und Lang eigene kleine Kunstwerke im Rahmen ihres Kunstunterrichtes. Hier wurde besonders deutlich, wie unvoreingenommen Kinder zeitgenössischer Musik begegnen.


Um das Projekt auch im Elternhaus zu verankern und einen positiven Lerneffekt zu erreichen wurden die Mütter und Väter der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen gebeten, die Arbeit in Wort und Bild zu dokumentieren und so eine „Lernpartnerschaft“ herzustellen. So entstanden in dieser Zeit eine Fülle von Fotos, Videos und Interviews, die Heiderauschen eindrucksvoll dokumentieren.
Bei der großen Abschlusspräsentation mit Konzert am 6. Juni im Langhaus Uelzen-Oldenstadt konnten dann sowohl viele faszinierende Bilder gesehen als auch fantastische Musik gehört werden. Nach einem beeindruckenden Eröffnungswerk von Peter und Almut Mengel war sowohl das Adagio von Arvo Pärt als auch von Benjamin Lang zu hören. Letzteres erntete als Uraufführung (natürlich gespielt von der Camerata der Musikschule Uelzen unter dem Dirigat von Benjamin Lang) einen minutenlangen Schlussapplaus. Zwischen den einzelnen Stücken erläuterte Daniel Orthey in Gesprächen mit den verschiedenen Beteiligten den zahlreichen Zuschauern das Projekt.
Nach dem gelungenen Heiderauschen-Konzertnachmittag sind sich alle einig: „Neue Musik mit Profis zu erlernen und zu verstehen – das funktionierte hier genial“.

Das sagen die TeilnehmerInnen:

„Das Mozart-Adagio gemeinsam mit Benjamin Lang zu erarbeiten war eine tolle Chance für das Ensemble und ich bin sehr froh, dass wir an diesem Projekt teilnehmen konnten. Das lag auch entscheidend daran, dass der Komponist auf die einzelnen Stärken und Schwächen der Schüler eigegangen ist“.
Almut Mengel (Leiterin der Camerata)

„Ich bin begeistert. Es war ein wirklich spannendes Projekt. Besonders die Entstehung und Entwicklung des Mozart-Adagios von Benjamin Lang und seine gemeinsame Arbeit mit der Camerata unserer Musikschule haben mich besonders fasziniert“.
Christoph Strieder (Leiter der Musikschule)

„Bei der Ausstellung hingen die Bilder in der Luft. Es sah aus als würden sie fliegen. Alle Bilder waren dort, man konnte sich alles ansehen. Dann wurde Musik gespielt. Die Musik und die Bilder - das passte zusammen und sah toll aus in dem alten Haus“.
Franziska Schmidt (Grundschülerin)

„Es war etwas Besonderes mit dem Komponisten zu proben und auch zu sehen wer er ist und ein Bild vor Augen zu haben. Eine tolle Erfahrung, die wirklich Spaß gemacht und etwas gebracht hat“. Anne Mengel (Camerata)

„Besonders herausstechend war die Offenheit der Kinder gegenüber der zeitgenössischen Musik. Da ist eine ganze Menge Verständnis bei den Kindern gewesen, was auch mir diese Musik näher gebracht hat“.
Friederike Martiny (Kunstlehrerin)

„…vorher wurde ich gewarnt, da diese Art der zeitgenössischen Musik für unsere Ohren doch eher gewöhnungsbedürftig sei. Ich war allerdings dann positiv überrascht und gar nicht so befremdet. Auch hat mir die Spannung innerhalb des Stückes gut gefallen“.
Kerstin Brodde (Mutter)

Impressionen

Heiderauschen

Mozart Adagio von Benjamin Lang by Musikland Niedersachsen

Heiderauschen auf Radio ZUSA by Musikland Niedersachsen

  • Interview_Heiderauschen.pdfInterview von Kerstin Gutsche-Brodde mit Elena Brodde: Elena Brodde ist 17 Jahre alt und spielt Violine in der Camerata der Musikschule für Kreis und Stadt Uelzen e.V. Zum Projekt Heiderauschen wird sie von ihrer Mutter Kerstin Gutsche-Brodde interviewt.
Heiderauschen - Festival für Neue Musik

Heiderauschen - Festival für Neue Musik

Festival / Wettbewerb

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Musikschule für Kreis und Stadt Uelzen e.V.

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Musikschule / Akademie

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