balkan.impressionen

Klänge unserer Heimat

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Veranstalter / Manager

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  • letztes Update: 01.04.2013

balkan.impressionen – Klänge unserer Heimat

Mit der Frage im Gepäck „Wie klingt meine Heimat?“ haben sich auf Initiative des new configuration e. V. Jugendliche und Erwachsene auf den Weg einer musikalischen Spurensuche gemacht.
 
Begonnen hat das Projekt "balkan.impressionen" mit einem Workshop im März 2014, zu dem Menschen unterschiedlichster Herkünfte in die Gemeinde der Serbisch-Orthodoxen Kirche in Hannover eingeladen waren - verbunden haben sie die gemeinsamen kulturellen Wurzeln auf dem Balkan. Einen Nachmittag lang ging Autor und Musiker Danko Rabrenovic mit ihnen auf die Suche. Auf die Suche nach der "Heimat", nach ihren Klängen, nach dem Gemeinsamen, und nach dem, was die Generationen trennt - und brachte eine Vielzahl musikalischer Beispiele fernab von Turbo Folk mit, die zeigten, was die Musik des Balkans heute ausmacht. Geschichten, Erfahrungen und der jeweils individuelle Soundtrack der eigenen Heimat wurden ausgetauscht.
 
Der Workshop bildete den Auftakt zu einer knapp achtmonatigen Projektarbeit. Ein Organisationsteam von sieben Jugendlichen, die ihre Wurzeln in Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien und Montenegro haben, hatte sich gefunden, um ein eigenes Festival auf die Beine zu stellen, das das breite Spektrum von authentischer Balkan-Musik vermitteln sollte: Von Turbo Folk über Balkan Brass, Folklore und Yugo New Wave bis hin zu zeitgenössischen Musikformen war der Plan.
 
Erste Diskussionen zu gemeinsamen Zielen, der Zielgruppe, Planungsschritten und finanziellen Möglichkeiten wurden geführt. In Workshops wurde Wissen zu Themen wie Projektmanagement und Public Relations von Fachleuten weitergegeben. Zahlreiche CDs wurden gehört, Musik ausgetauscht; Dokumentationen über die Geschichte des ehemaligen Yugoslawiens angesehen. Und irgendwann wurde es ernst: Wie gestalten wir unser Programm? Welche Gruppen laden wir ein? Wann und wo soll das Festival stattfinden? Und wie machen wir Werbung dafür?
 
Der Festivaltag sollte eine Brücke schlagen zwischen dem Traditionellen, der Folklore, und einem aktuellen Einblick in die heutige Musikszene. So gestalteten am 12. Oktober in der Faust Warenannahme die jungen Chorsängerinnen und Tänzerinnen der serbischen Gemeinde einen Beitrag und luden zu Workshops ein. Das Highlight am Abend bildete die aus Split und Belgrad angereisten Bands "Rambo Amadeus" und "TBF Split". Dazwischen gab es ein Publikumsgespräch zum Thema "Wie klingt der Balkan?" mit Goran Stevanovic und Danko Rabrenovic, der außerdem aus seinem Buch "Der Balkanizer. Ein Yugo in Deutschland" las. Verbindungen wurden geschaffen in zahlreichen Gesprächen, beim gemeinsamen Essen oder auch auf der Bühne, z. B. als der junge Absolvent der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover Goran Stevanovic spontan zum Gastmusiker von Rambo Amadeus wurde und mit Live-Improvisationen am Akkordeon begeisterte.
 
Das Projekt zeichnete sich auf zwei Ebenen aus: der inhaltlichen Beschäftigung und Präsentation der Musik des Balkans fern von Klischees; und dadurch, dass sieben junge Menschen zu Experten wurden. Zu Experten der Veranstaltungsorganisation und Musikvermittlung. Zu Experten für die Kultur und die Musik ihrer Heimatländer.
 
Wir danken der Niedersächsische Sparkassenstiftung und der Musikland Niedersachsen gGmbH, die ein solches Vertrauen in die Projektidee und mit dem Förderpreis die Basis für die Umsetzung gelegt hat sowie der NORD/LB Kulturstiftung und der Region Hannover, ohne deren finanzielle Unterstützung das Endprodukt der "balkan.impressionen" - der Festivaltag -  nicht möglich gewesen wäre.

Hier haben wir die Vorder- und Rückseite des Flyers zu balkan.impressionen hinterlegt.

Impressionen

balkan.impressionen

© Helge Krückeberg