Souvenir

HIS3 - Hannoversches Inklusives Soundfestival

3. Hannoversches Inklusives Soundfestival (HIS 3 und HIS 3 - Souvenir)

3. Hannoversches Inklusives Soundfestival (HIS 3 und HIS 3 - Souvenir)

Festival / Wettbewerb

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  • letztes Update: 27.08.2013

"Souvenir – klassisches Konzert mit Tanz"

Die Idee eines künstlerischen Begegnungsforums von Musikern und Tänzern mit und ohne Behinderung wird beim 3. Hannoverschen Inklusiven Soundfestival (HIS 3), das von InkluVision e. V. veranstaltet und federführend von Christiane Joost-Plate konzeptioniert und geleitet wird, wieder einen Schritt weiter geführt: Vier Spielorte statt einem, ein stilistisch breiter gefächertes Programm für Mitwirkende und Publikum und als Höhepunkt erstmals zwei klassische Konzertabende mit Tanz werden Begegnungen ermöglichen, die im kulturellen Alltag bisher keinen Platz haben. Zum Thema Erinnerungen arbeiten rund 80 Musikerinnen und Musiker mit und ohne Behinderung über einen Zeitraum von drei Monaten zusammen und bringen ihr „Souvenir“, eingebettet in Tschaikowskis „Souvenir de Florence“, auf die große Bühne. Die Trennung zwischen Profis und Laien, Menschen mit und ohne Behinderung, Künstlern und Publikum wird aufgelöst, wo die künstlerische und musikalische Idee für jede und jeden erlebbar ist – in ungebremster Lebendigkeit!

Souvenir

„Souvenir“, der Konzertabend mit Tanz in der Marktkirche, ist eine geführte musikalische Wanderung durch die Welt des Erinnerns; musikalische Motive, Themen, Assoziationen lassen im Zuhörer eigene Erinnerungen anklingen und eröffnen einen neuen Blick auf die eigene äußere und innere Welt. Dafür steht das zentrale Werk des Konzerts, Peter Tschaikowskis Streichsextett „Souvenir de Florence“, das das Hannoveraner Orchester im Treppenhaus unter der Leitung von Thomas Posth spielt: Seine vier Sätze sind wie vier Stelen Repräsentanten einer vergangenen, und doch irgendwie vertrauten Zeit. Als musikalische Eckpfeiler dieses Abends bieten sie Raum für sehr persönliche Brückenglieder – als „Intro“ zu Beginn, zwischen den Sätzen und im Nachklang. Der Schluss eines jeden Brückengliedes leitet nahtlos in den Anfang des nächsten Satzes über. So entstehen 60 Minuten fortwährender Musik, ungewohnter Eindrücke und intensiver Erlebnisse. Der Komponist Kostia Rapoport und Musiker mit Behinderung gestalten und spielen diese Brückenstücke.

Wie einen zusätzlichen Kommentar darf das Publikum die Choreographie von Alexander Hauer (OpusEinhundert) verstehen, die er gemeinsam mit einer Gruppe von 30 bis 50 Tänzerinnen und Tänzern (mit und ohne Behinderung) aus der Region Hannover für die Intermezzi kreiert und tanzt. Eine Kooperation mit der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (Prof. Dr. Welte, „Inklusive Musikpädagogik“) ermöglichte 15 Studierenden eine vielseitige Mitwirkung bei „Souvenir“, durch die sie haut- und praxisnah inklusive Kulturarbeit mit erleben konnten.
Die sensiblen Licht- und Tonkonzeptionen von Tim Scheiden und Jan-Philipp Haase sowie ihren Assisteten mit und ohne Behinderung runden den Abend ab.

„Souvenir“ ist ein inklusives Gesamtkunstwerk, das durch die gemeinschaftlich-feinsinnige Umsetzung zu einem einzigartigen Erlebnis für alle wird. Die organisatorische und künstlerische Gesamtleitung des Abends liegt in den Händen der Musikpädagogin Christiane Joost-Plate, die für ihr großes Engagement im Bereich der Inklusion auch mit dem Förderpreis "InTakt" 2014 der Miriam Stiftung ausgezeichnet wurde.

Hier geht es zum Flyer für die Aufführungen, hier zur TV-Berichterstattung des NDR, hier zur Hörfunk-Berichterstattung von NDR Kultur und hier zur Rezension in der HAZ vom 18.10.2013.

Impressionen

Souvenir

© Jörg Sarbach

Impressionen

von den Proben