Förderpreis Musikvermittlung 2017

Alle Infos und Bewerbung

© Helge Krückeberg

Bewerbungsschluss ist der 31. März 2017

Einen Rückblick auf die bisherigen Preisträger als Inspiration für neue
Konzepte gibt es in unserer Projektdatenbank.

Ausschreibung 2017

Förderpreis Musikvermittlung

Der Förderpreis Musikvermittlung der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und der Musikland Niedersachsen gGmbH hat zum Ziel, Initiativen und Projekte im Bereich Musikvermittlung und Konzertpädagogik in Niedersachsen anzuregen und zu fördern. Ausgezeichnet werden herausragende bisher noch nicht realisierte Ideen und Konzepte zur lebendigen Vermittlung von Musik. Mit dem damit verbundenen Preisgeld wird die Umsetzung der ausgewählten Konzepte ermöglicht.

Der Preis ist mit insgesamt 40.000 Euro dotiert, die an bis zu fünf Einzelprojekte vergeben werden, darunter mindestens ein transkulturelles Projekt. Er wird biennal vergeben.

Die Vergabe des Förderpreises 2017 findet beim jeweiligen Projektträger vor Ort im Rahmen der Realisierung statt.

2017

2017 richtet sich die Ausschreibung insbesondere an transkulturelle Projektvorhaben. Zum Hintergrund: seit Juli 2016 setzt das Musikland Niedersachsen mit dem Welcome Board einen Schwerpunkt auf die Unterstützung geflüchteter und immigrierter Musikschaffender. Dieser „Service für ankommende Musik“ wurde gemeinsam mit dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur geschaffen. Das Team des Welcome Boards möchte Begegnungsräume und eine nachhaltige Öffnung in zwei Richtungen schaffen: Einerseits setzt es sich für gelebte Offenheit in den hiesigen Institutionen gegenüber Musik und Menschen aus anderen Regionen der Welt ein. Andererseits möchte es den Angekommenen die Musiklandschaft Niedersachsens näherbringen und Wege zur Teilhabe und nachhaltigen Integration im kulturellen und gesellschaftlichen Leben aufzeigen.
2017 setzt auch der Förderpreis Musikvermittlung einen solchen transkulturellen Schwerpunkt und vergibt dazu einen Sonderpreis mit dem Ziel, dass sich auch die Musikvermittlungs-Szene in Niedersachsen diesen Herausforderungen stellt.

Konzepte, die ein spartenübergreifendes Vorhaben entwickeln (z. B. Musik und Theater, Musik und Neue Medien, Musik und Tanz), sowie solche, die einen inklusiven Ansatz verfolgen, sind ebenfalls erwünscht.

Teilnahmevoraussetzungen 2017

Was wird generell gefördert?

Es können musikvermittelnde Vorhaben aller musikalischen Genres eingereicht werden. Insbesondere werden solche Vorhaben gefördert, die Folgendes berücksichtigen:

  • Entwicklung neuer bzw. origineller Formen und Ansätze der Musikvermittlung
  • Entwicklung ansprechender Aufführungsformate und Dramaturgien für eine lebendige und publikumsorientierte Präsentation von Musik
  • hohe musikalische Qualität
  • Gestaltung eines kommunikativen Settings (Raumgestaltung, Konzertablauf, Auftritt der Musiker, Anlässe und Möglichkeiten zur Interaktion mit dem Publikum etc.)
  • Ermöglichung individueller Zugänge zur Musik
  • zielgruppenspezifische Ausrichtung (z.B. für Erwachsene, Familien, mit/für Geflüchtete/n, generationsübergreifende Ansätze o.a.)
  • Arbeit mit einem erweiterten Kulturbegriff, selbstverständlicher Umgang mit Diversität als Bereicherung, Suchen nach Verbindendem und Gemeinsamkeiten z.B. in der Musik
  • Zusammenarbeit mehrerer Kooperationspartner
  • Nachhaltigkeit

Wer kann sich bewerben?

Bewerben können sich Ensembles, Musikvermittler_innen und Konzertpädagog_innen sowie Musikveranstaltende und -institutionen aus Niedersachsen. Die Bewerbung muss in Zusammenarbeit mit einer gemeinnützigen Einrichtung erfolgen.

Teilnahmevoraussetzungen

  • Verortung der Beteiligten wie des Projektvorhabens im Bundesland Niedersachsen
  • Vorlage eines bislang nicht realisierten Konzeptes für ein Projekt (alternativ auch ein Konzept für eine deutliche Weiterentwicklung eines bestehenden Projektes)
  • Umsetzung des Konzeptes ab Juni 2017 bis Ende Juli 2018 in Niedersachsen
  • Angemessene Präsentation der Projektergebnisse (nach Möglichkeit live)
  • Dokumentation des Projektes in Form eines Kurzfilms und eines Abschlussberichts

Bewerbung


Das Bewerbungsformular mit Funktionen zum Zwischenspeichern finden Sie hier.

Bitte fügen Sie folgende Anhänge an:

  • detaillierter Kostenplan sowie ggf. Finanzierungsplan (sofern das Preisgeld zur Realisierung des Vorhabens nicht ausreicht)
  • ergänzende Materialien zur Erläuterung des Vorhabens nach Bedarf bitte direkt per Mail unter Angabe Ihres gewählten Projekt-Titels an Anne Benjes - benjes(at)musikland-niedersachsen.de


Die eingereichten Unterlagen verbleiben bei der Musikland Niedersachsen gGmbH.
Bewerbungsschluss: 31. März 2017

Die Initiatoren

Wer steckt dahinter?

Der »Förderpreis Musikvermittlung« wird von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und Musikland Niedersachsen gGmbH vergeben.

Die Niedersächsische Sparkassenstiftung fördert Musikfestivals, richtungsweisende Veranstaltungsreihen und Konzertvorhaben von überregionaler Bedeutung. Daneben setzt sie mit den Niedersächsischen Musiktagen einen eigenen Akzent mit hohem Vermittlungsansatz. »Zeitgenössische Musik in der Schule«, die Unterstützung des Wettbewerbs »Jugend musiziert« und die Vergabe des RAM-Stipendiums zielen darauf ab, junge Menschen für Musik zu begeistern.

Musikland Niedersachsen
steht für eine moderne, vielfältige Musikkultur. Die Geschäftsstelle der Musikland Niedersachsen gGmbH ist Koordinations- und Servicepunkt für alle »Musik-Macher« in Niedersachsen. Die Musikland Niedersachsen gGmbH ist eine Gesellschaft der Stiftung Niedersachsen. Sie wird gefördert durch das Land Niedersachsen und die Niedersächsische Sparkassenstiftung.

Logo Förderpreis

Bewerbung

Förderpreis Musikvermittlung 2017

Dienst für Musikvermittlung

Kontakt

Sprechen Sie uns an.
Projektleiterin Anne Benjes
T 0511 642 792 02
E-Mail: benjes(at)musikland-niedersachsen.de

 

Volontariat
Franziska Embach
T 0511 642 792 05
E-Mail: embach(at)musikland-niedersachsen.de

Die Jury 2017

Experten der Musikvermittlung

Dr. Sabine Schormann

Niedersächsische Sparkassenstiftung


Prof. Andrea Tober

Berliner Philharmoniker, Hochschule für Musik Hanns Eisler


Jun.-Prof. Dr. Johannes Voit

Pädagogische Hochschule Karlsruhe, Max-Reger-Institut


Prof. Dr. Andrea Welte

Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover


Markus Lüdke

Musikland Niedersachsen gGmbH

Die Preisträger 2015

Förderpreis Musikvermittlung

»4x4 Klang-Raum-Kompositionen für den ländlichen Le(e/h)rraum«

Rock und Kultur am Harz e. V.

»4x4« ist Musikvermittlung an der Schnittstelle zwischen Musik, bildender Kunst und kultureller Überlieferung. Die VIER zieht sich als Prinzip durch die Kulturgeschichte: Von der Temperamentenlehre über die Weltalter bis hin zum Takt in der Musik. 4x4 schafft eine moderne und spielerische Version der Auseinandersetzung mit der VIER, bei der zu ausgewählten Bildgruppen (Gemälden, Fotografien, Videos, Skulpturen etc.) mit SchülerInnen von zwölf bis 18 Jahren 4 Kompositionen erarbeitet und auf CD dokumentiert werden und darauf aufbauend 4 Performances als Erlebnis-Vernissagen in leerstehenden Räumlichkeiten im Südharz inszeniert werden.

Die für September 2016 geplante Realisierung muss krankheitsbedingt auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

»Composer Slam – Der Komponistenwettstreit im Slam-Format«

MusikZentrum Hannover gGmbH in Kooperation mit der Musikschule der Stadt Oldenburg und der Musik- und Kunstschule Osnabrück


Der »Composer Slam« ist ein Komponistenwettstreit, der von dem hannoverschen Musiker Simon Kluth ins Leben gerufen wurde. Hierbei haben die Komponisten ein kurzes Zeitfenster, ihre instrumentalen Werke einem Publikum zu präsentieren und vorzutragen. An mehreren Orten Niedersachsens werden innerhalb von sechs Monaten Composer-Slam-Workshops mit professionellen KomponistInnen für Jugendliche und SchülerInnen veranstaltet, um sie mit diesem Format vertraut zu machen und sie künstlerisch zu fördern. Den Projektabschluss bildet ein eigener Schüler-Slam.
Dieses Projekt befindet sich bereits in unserem Archiv der Inspirationen.

»Galaktika Silencia«

- oder warum das Weltall die Raketen nicht hört.
musiktheater bruit! & pulk fiktion in Kooperation mit dem KinderTheaterHaus Hannover


In dieser musiktheatralen Performance erkunden die KlangforscherInnen des musiktheater bruit! zusammen mit Kindern ab fünf Jahren und Erwachsenen den Klang des Universums. Auf ihrer Reise untersuchen sie mithilfe verschiedener Klangerzeuger und Forschungsinstrumente naturwissenschaftliche Phänomene. Sie wollen die Unmöglichkeit der Ausbreitung von Schall im luftleeren Raum aufheben und entdecken, was sich hinter der unendlichen Stille des Alls befindet. Fremde Klänge und Geräusche werden zu unheimlichen Wesen aus einer fremden Welt: eine ungewöhnliche Wahrnehmungserfahrung!


Dieses Projekt befindet sich bereits in unserem Archiv der Inspirationen.

»loop! Das 120-Spieluhren-Projekt«


Kunst- und Kulturfreunde Dornum und Umgebung e. V. in Kooperation mit der Realschule Dornum


Im Projekt »loop!«, das die Kompositionstechnik der Reduktion aufgreift, werden 120 Aufziehspieluhren von ebenso vielen Schülerinnen und Schülern der Realschule Dornum präpariert: Ein Teil der impulsgebenden Metallstifte der Walze wird abgeschliffen, bis die ursprüngliche Melodie nicht mehr zu erkennen ist. Die Spieluhren werden auf Resonanzplatten montiert und im Rittersaal des Schlosses Dornum hinter der ringsum verlaufenden Balustrade befestigt. loop! erweitert das barocke Deckengemälde um die Dimension einer Klanginstallation: Sphärenmusik, ganz anders.

Aktuelle Entwicklungen des Projektes findet man hier.
Dieses Projekt befindet sich bereits in unserem Archiv der Inspirationen.


»Zwischen den Welten: Ein musikpädagogisches Projekt mit Jugendlichen in der Psychiatrie«

Förderkreis der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover e. V. in Kooperation mit dem Kinder- und Jugendkrankenhaus auf der Bult


Das Projekt »Zwischen den Welten« wurde von Nazfar Hadji, Studentin an der Hochschule für Musik, Theater und Medien, entwickelt und soll eine Kombination aus dem Klavierstück »Faschingsschwank aus Wien« von Robert Schumann und eigenen Kompositionen von 13- bis 18-jährigen PatientInnen in der Psychiatrie darstellen. Die Beteiligten nehmen auf das eigene Leben Bezug und können durch Musik ihre Gefühle transportieren. Der Faschingsschwank eignet sich sehr zur Inspiration eigener Kompositionen, da dort eine eigene Welt eröffnet wird, die nichts mit der realen zu tun hat und eine Art Maskierung ermöglicht. So bietet es einen speziellen Zugang zur Auseinandersetzung mit »verschiedenen Welten«.

Nazfar Hadji wurde für ihre herausragenden Leistungen mit dem Wissenschaftspreis Niedersachsen 2016 in der Kategorie III Studierende ausgezeichnet.
Dieses Projekt befindet sich bereits in unserem Archiv der Inspirationen.