Förderpreis Musikvermittlung 2017

Alle Infos und die Gewinner

© Helge Krückeberg

Die Preisträger 2017

Förderpreis Musikvermittlung

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den über 60 Bewerberinnen und Bewerbern, die spannende und vielversprechende Projekte im Bereich Musikvermittlung eingereicht haben! Das hohe Niveau der Wettbewerbsbeiträge hat uns begeistert!
Fünf Projekte, die besonders herausstachen, erhalten den Förderpreis Musikvermittlung.
Dazu gehören die Aktionswoche „So klingt Kirche“ des Kirchenkreis Bramsche, das Projekt „Generation Rock“ mit generationsübergreifenden Workshops für (demenzkranke) Senior_innen und Jugendliche der Landesarbeitsgemeinschaft Rock in Niedersachsen, das Musicalfilmprojekt „Westside Culture Clash“ zum Thema Einwanderung und Integration vom Kulturzentrum musa e.V. aus Göttingen und die partizipative Entwicklung eines transkulturellen Musiktheaterstückes für Kinder ab drei Jahren durch die Staatsoper Hannover unter dem Titel „Und wie klingst du?“. Der Preis für ein besonderes transkulturelles Projekt geht an „IKUMUNI“, ein Projekt des Landesmusikrats Niedersachsen e.V., in dem in einem Pilotprojekt eine Begegnungsplattform für gemeinsames Musizieren geschaffen wird.

Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner und vielen Dank an alle fürs Mitmachen!

»Generation Rock«

Landesarbeitsgemeinschaft Rock in Niedersachsen

Rock 'n' Roll forever! Generation Rock ist ein sechsmonatiges Musikprojekt, das junge Musiker_innen und Senior_innen zusammenbringt, um gemeinsam einer Leidenschaft nachzugehen: der Rockmusik. Jugendliche, die musikalisch aktiv sind, die mit dem Rockmobil Hannover unterwegs sind oder am MusikMentoren-Programm der Landesmusikakademie Niedersachsen teilnehmen, werden regelmäßig vier Seniorenheime besuchen um gemeinsam mit der älteren Generation zu musizieren. Begleitet und unterstützt werden sie dabei von erfahreneren Musikerinnen und Musikern wie Anca Graterol, Christoph van Hal oder Frauke Hohberger. Durch eine spezielle Schulung am Pflegezentrum Heinemannhof, werden die Jugendlichen auf die Herausforderungen, besonders im Zusammenhang mit dementiell veränderten Senior_innen, vorbereitet.
Zu Beginn des Projekts treten die jungen Bands in den vier Senioren- und Pflegeheimen auf. So haben die Senior_innen die Gelegenheit, die Musiker_innen kennenzulernen, sich auszutauschen, Instrumente auszuprobieren oder Musik mit Tablets zu erzeugen. Wöchentliche Kurse bieten die Möglichkeit, Lieblingssongs aus ihrer Jugend zu spielen und zu singen, sich am Instrument zu entwickeln und für einige Momente aus dem Alltag herauszutreten. Die Workshops werden von den Dozent_innen betreut, der Wissensaustausch besteht aber hauptsächlich zwischen den Jugendlichen und den Senior_innen. So kann gerade gelerntes durch das Weitergeben gefestigt werden, außerdem kommen methodische Erfahrungen hinzu. Aber nicht nur die junge Generation erzielt Gewinne durch das Projekt. Musizieren ist gut für die Gedächtnisleistung, kann Schmerzen lindern und tiefste Gefühle und Erinnerungen in Menschen hervorrufen. Dadurch profitieren die Senior_innen auf vielfache Weise von dem Projekt - ganz abgesehen von dem puren Spaß am Musizieren. Abschließend findet an allen vier Workshop-Orten jeweils ein Konzert statt, das gemeinsam gestaltet wird.

»IKUMUNI«

Landesmusikrat Niedersachsen e.V.

Eine neue Plattform zum gemeinsamen Musizieren soll entstehen. Der Landesmusikrat gründet das interkulturelle Ensemble IKUMUNI, um Menschen mit Fluchterfahrung und Menschen, die schon länger in Niedersachsen wohnen, zusammenzubringen. Dieses Ensemble macht es sich zur Aufgabe, die Vielfalt der Musik in Niedersachsen zu repräsentieren.
Ca. 25 Menschen zwischen 15 und 30 Jahren haben die Möglichkeit, in einem Pilotprojekt gemeinsam neue Musikstile, neue Spielweisen und neue Instrumente kennenzulernen, neue Proben- und Konzertformate auszuprobieren und anschließend neu erlernte Kompetenzen zu anderen Musikensembles in Niedersachsen zu bringen. Das Repertoire wird größtenteils von den Mitwirkenden selbst ausgewählt. Durch die Auseinandersetzung mit Liedtexten, mit schauspielerischen und mit tänzerischen Elementen erfolgt eine intensive Beschäftigung mit der Musik, mit den unterschiedlichen Interessen der Mitwirkenden und der Vermittlung der Musik an das Konzertpublikum.

»So klingt Kirche«

Kirchenkreis Bramsche

(Kirchen-)Musik durchdringt für eine Woche einen ganzen Ort. Vom 27. August bis zum 3. September erklingen in Bramsche an jeder Ecke Chöre, Orgeln und Posaunen. Alle Menschen, vor allem diejenigen, die sonst überhaupt nicht mit Kirchenmusik in Berührung kommen, werden durch die Musik begeistert. Sie sollen mitten auf dem Marktplatz oder im Möbelhaus von der Kraft der Musik überrascht werden und durch jazzige Klänge zum Tanzen, durch fröhliche Klänge zum Lachen und durch besinnliche Klänge zum Innehalten gebracht werden. Das gilt für Kinder genau so wie für ihre Großeltern, für Musiker_innen wie für Nicht-Musiker_innen, für Menschen aus Bramsche genau so wie für Besucher_innen. Alle Veranstaltungen sind barrierefrei zu erreichen, jede und jeder kann daran teilhaben. Alle Chöre, Spielmannszüge und Posaunenchöre arbeiten zusammen an diesem großen Event und bringen durch ihre Beiträge die Stadt zum Klingen.
„So klingt Kirche“ beginnt am 27.8. mit einer Jazz-Mass, anschließend wird die gleichnamige Ausstellung eröffnet. Ein musikalischer Sonntagsspaziergang um den Hasesee rundet den ersten Tag ab. Es geht weiter mit einer Chor-Werkstatt, die jede und jeden zum Mitsingen einlädt. Am nächsten Tag singen Kinder mit und für Senioren, am 30.8. gibt es eine musikalische Lesung in der Bücherei. Speziell für Grundschüler_innen schließt sich der Orgelentdeckertag an; hier können Orgeln ausprobiert und eigene Orgelpfeifen gebastelt werden. Für die größeren Besucher_innen gibt es an diesem Tag das Chorkonzert „Grönland ruft“. Der erste Tag im September bietet Kirchenmusik mitten auf dem Marktplatz mit vielen Live-Bands. Wer lieber selbst singt statt zuzuhören kommt am nächsten Tag einfach in die Fußgängerzone zum „Singen im Rudel“. Abgerundet wird die Woche am 3. September mit einem Abschlussgottesdienst. Bei dem Programm wird schnell deutlich: Kirchenmusik ist für alle da und überall zuhause.

»Und wie klingst du?«

Staatsoper Hannover

Das Projekt "Und wie klingst du?" ist die prozesshafte Entwicklung eines mobilen Musiktheaterstücks mit interaktiven Momenten für alle ab 3 Jahren. Musik, Theater und Begegnung – ohne Worte. Wie genau dieses Theaterstück aussieht wenn es fertig ist, ist noch völlig offen. Die Geschichte entsteht im Dialog mit allen Beteiligten, dazu gehören Musikvermittler_innen, Musiker_innen aus aller Welt, Regisseur_innen, Kita-Kinder und Erzieherinnen. Ziel während der Arbeit und der Aufführungen ist immer der transkulturelle musikalische Dialog, die Begegnung mit offenen Ohren und Armen.
Die erste Konzeptionsphase beginnt genau damit: gegenseitiges Zuhören und Verstehenlernen bilden die Basis für das Projekt. Musiktheatermacher_innen mit internationalem Hintergrund tauschen sich aus und kommen mit der Zielgruppe, einer Kita-Gruppe bestehend aus Kindern ab drei Jahren, in Kontakt. Sie spielen mit den Kindern und beobachten ihren ästhetischen Umgang  mit Materialien in ihrer szenischen, klanglichen und optischen Qualität. Die Kinder entdecken neue Klänge, die später in das Musiktheaterstück einfließen. Abwechselnde Phasen, die entweder mit der Zielgruppe oder ohne die Kinder, nur mit dem künstlerischen Team stattfinden, ermöglichen eine prozesshafte Entwicklung eines völlig neuen Stücks. Ziel sind Aufführungen für je max. 50 Kinder, die rundherum um die Bühne (die fast überall sein kann) sitzen und die durch interaktive Momente die Aufführungen mitgestalten können. Durch vorbereitende Workshops, ein ausführliches Programmheft und eine Materialmappe mit zusätzlichen Informationen für die Erzieherinnen und Erzieher ist eine nachhaltige und intensive Beschäftigung mit der Thematik gewährleistet und die Kinder lernen, sich auch ohne Worte zu verständigen und anderen Menschen offen zu begegnen.

»Westside Culture Clash«

Kulturzentrum musa e.V., Göttingen

Westside Culture Clash befindet sich irgendwo zwischen britischer Culture Clash-Komödie, US-amerikanischer Westside Story und indischem Bollywood Musical. Es entsteht ein Musicalfilm mit 80 Mitwirkenden, in dem Musik- und Tanzgruppen aus der ganzen Stadt mitspielen. Was will Deutschland sein? Ein Einwanderungsland, eine Multikultigesellschaft, ein Beispiel gelungener Integration? Wie geht es Jugendlichen, deren Glaube, Zugehörigkeit und Kultur permanent hinterfragt wird? Wie definieren sich Jugendliche eigentlich? Definieren sich Jugendliche nicht eher als Schüler_innen, Student_innen, Skater_innen, HipHopper_innen?
Die Entwicklung dieses Films soll Jugendliche dazu ermutigen, solchen Konflikten mit Humor zu begegnen und einen echten Dialog zu öffnen. Mitmachen werden vor allem Gruppen aus dem Bereich Tanz und Musik, die im Kulturzentrum musa in Göttingen ansässig sind. Nicht nur verschiedene Sparten treffen aufeinander, auch musikalisch wird vom Spielmannszug über Rapsongs und Orchesterklänge alles vertreten sein. Die Musik wird von einer Rapgruppe eigens komponiert. Eine Gruppe von ca. sechs Jugendlichen bildet den Hauptcast. Sie spielen die Szenen, rappen und singen Songs, deren Texte sie selbst geschrieben haben. Alles dreht sich um die Liebe, um Zugehörigkeit und Austausch.

Ausschreibung 2017

Förderpreis Musikvermittlung

Der Förderpreis Musikvermittlung der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und der Musikland Niedersachsen gGmbH hat zum Ziel, Initiativen und Projekte im Bereich Musikvermittlung und Konzertpädagogik in Niedersachsen anzuregen und zu fördern. Ausgezeichnet werden herausragende bisher noch nicht realisierte Ideen und Konzepte zur lebendigen Vermittlung von Musik. Mit dem damit verbundenen Preisgeld wird die Umsetzung der ausgewählten Konzepte ermöglicht.

Der Preis ist mit insgesamt 40.000 Euro dotiert, die an bis zu fünf Einzelprojekte vergeben werden, darunter mindestens ein transkulturelles Projekt. Er wird biennal vergeben.

Die Vergabe des Förderpreises 2017 findet beim jeweiligen Projektträger vor Ort im Rahmen der Realisierung statt.

2017

2017 richtet sich die Ausschreibung insbesondere an transkulturelle Projektvorhaben. Zum Hintergrund: seit Juli 2016 setzt das Musikland Niedersachsen mit dem Welcome Board einen Schwerpunkt auf die Unterstützung geflüchteter und immigrierter Musikschaffender. Dieser „Service für ankommende Musik“ wurde gemeinsam mit dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur geschaffen. Das Team des Welcome Boards möchte Begegnungsräume und eine nachhaltige Öffnung in zwei Richtungen schaffen: Einerseits setzt es sich für gelebte Offenheit in den hiesigen Institutionen gegenüber Musik und Menschen aus anderen Regionen der Welt ein. Andererseits möchte es den Angekommenen die Musiklandschaft Niedersachsens näherbringen und Wege zur Teilhabe und nachhaltigen Integration im kulturellen und gesellschaftlichen Leben aufzeigen.

Konzepte, die ein spartenübergreifendes Vorhaben entwickeln (z. B. Musik und Theater, Musik und Neue Medien, Musik und Tanz), sowie solche, die einen inklusiven Ansatz verfolgen, sind ebenfalls erwünscht.

Teilnahmevoraussetzungen 2017

Was wird generell gefördert?

Es können musikvermittelnde Vorhaben aller musikalischen Genres eingereicht werden. Insbesondere werden solche Vorhaben gefördert, die Folgendes berücksichtigen:

  • Entwicklung neuer bzw. origineller Formen und Ansätze der Musikvermittlung
  • Entwicklung ansprechender Aufführungsformate und Dramaturgien für eine lebendige und publikumsorientierte Präsentation von Musik
  • hohe musikalische Qualität
  • Gestaltung eines kommunikativen Settings (Raumgestaltung, Konzertablauf, Auftritt der Musiker, Anlässe und Möglichkeiten zur Interaktion mit dem Publikum etc.)
  • Ermöglichung individueller Zugänge zur Musik
  • zielgruppenspezifische Ausrichtung (z.B. für Erwachsene, Familien, mit/für Geflüchtete/n, generationsübergreifende Ansätze o.a.)
  • Arbeit mit einem erweiterten Kulturbegriff, selbstverständlicher Umgang mit Diversität als Bereicherung, Suchen nach Verbindendem und Gemeinsamkeiten z.B. in der Musik
  • Zusammenarbeit mehrerer Kooperationspartner
  • Nachhaltigkeit

Wer kann sich bewerben?

Bewerben können sich Ensembles, Musikvermittler_innen und Konzertpädagog_innen sowie Musikveranstaltende und -institutionen aus Niedersachsen. Die Bewerbung muss in Zusammenarbeit mit einer gemeinnützigen Einrichtung erfolgen.

Teilnahmevoraussetzungen

  • Verortung der Beteiligten wie des Projektvorhabens im Bundesland Niedersachsen
  • Vorlage eines bislang nicht realisierten Konzeptes für ein Projekt (alternativ auch ein Konzept für eine deutliche Weiterentwicklung eines bestehenden Projektes)
  • Umsetzung des Konzeptes ab Juni 2017 bis Ende Juli 2018 in Niedersachsen
  • Angemessene Präsentation der Projektergebnisse (nach Möglichkeit live)
  • Dokumentation des Projektes in Form eines Kurzfilms und eines Abschlussberichts

Bewerbung


Das Bewerbungsformular mit Funktionen zum Zwischenspeichern finden Sie hier.

Bitte fügen Sie folgende Anhänge an:

  • detaillierter Kostenplan sowie ggf. Finanzierungsplan (sofern das Preisgeld zur Realisierung des Vorhabens nicht ausreicht)
  • ergänzende Materialien zur Erläuterung des Vorhabens nach Bedarf bitte direkt per Mail unter Angabe Ihres gewählten Projekt-Titels an Anne Benjes - benjes(at)musikland-niedersachsen.de


Die eingereichten Unterlagen verbleiben bei der Musikland Niedersachsen gGmbH.
Bewerbungsschluss: 31. März 2017

Die Initiatoren

Wer steckt dahinter?

Der »Förderpreis Musikvermittlung« wird von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und Musikland Niedersachsen gGmbH vergeben.

Die Niedersächsische Sparkassenstiftung fördert Musikfestivals, richtungsweisende Veranstaltungsreihen und Konzertvorhaben von überregionaler Bedeutung. Daneben setzt sie mit den Niedersächsischen Musiktagen einen eigenen Akzent mit hohem Vermittlungsansatz. »Zeitgenössische Musik in der Schule«, die Unterstützung des Wettbewerbs »Jugend musiziert« und die Vergabe des RAM-Stipendiums zielen darauf ab, junge Menschen für Musik zu begeistern.

Musikland Niedersachsen
steht für eine moderne, vielfältige Musikkultur. Die Geschäftsstelle der Musikland Niedersachsen gGmbH ist Koordinations- und Servicepunkt für alle »Musik-Macher« in Niedersachsen. Die Musikland Niedersachsen gGmbH ist eine Gesellschaft der Stiftung Niedersachsen. Sie wird gefördert durch das Land Niedersachsen und die Niedersächsische Sparkassenstiftung.

Logo Förderpreis

Dienst für Musikvermittlung

Kontakt

Sprechen Sie uns an.
Projektleiterin Anne Benjes
T 0511 642 792 02
E-Mail: benjes(at)musikland-niedersachsen.de

 

Volontariat
Franziska Embach
T 0511 642 792 05
E-Mail: embach(at)musikland-niedersachsen.de

Die Jury 2017

Experten der Musikvermittlung

Dr. Sabine Schormann

Niedersächsische Sparkassenstiftung


Prof. Andrea Tober

Berliner Philharmoniker, Hochschule für Musik Hanns Eisler


Jun.-Prof. Dr. Johannes Voit

Pädagogische Hochschule Karlsruhe, Max-Reger-Institut


Prof. Dr. Andrea Welte

Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover


Markus Lüdke

Musikland Niedersachsen gGmbH

Die Preisträger 2015

Förderpreis Musikvermittlung

»4x4 Klang-Raum-Kompositionen für den ländlichen Le(e/h)rraum«

Rock und Kultur am Harz e. V.

»4x4« ist Musikvermittlung an der Schnittstelle zwischen Musik, bildender Kunst und kultureller Überlieferung. Die VIER zieht sich als Prinzip durch die Kulturgeschichte: Von der Temperamentenlehre über die Weltalter bis hin zum Takt in der Musik. 4x4 schafft eine moderne und spielerische Version der Auseinandersetzung mit der VIER, bei der zu ausgewählten Bildgruppen (Gemälden, Fotografien, Videos, Skulpturen etc.) mit SchülerInnen von zwölf bis 18 Jahren 4 Kompositionen erarbeitet und auf CD dokumentiert werden und darauf aufbauend 4 Performances als Erlebnis-Vernissagen in leerstehenden Räumlichkeiten im Südharz inszeniert werden.

Die für September 2016 geplante Realisierung muss krankheitsbedingt auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

»Composer Slam – Der Komponistenwettstreit im Slam-Format«

MusikZentrum Hannover gGmbH in Kooperation mit der Musikschule der Stadt Oldenburg und der Musik- und Kunstschule Osnabrück


Der »Composer Slam« ist ein Komponistenwettstreit, der von dem hannoverschen Musiker Simon Kluth ins Leben gerufen wurde. Hierbei haben die Komponisten ein kurzes Zeitfenster, ihre instrumentalen Werke einem Publikum zu präsentieren und vorzutragen. An mehreren Orten Niedersachsens werden innerhalb von sechs Monaten Composer-Slam-Workshops mit professionellen KomponistInnen für Jugendliche und SchülerInnen veranstaltet, um sie mit diesem Format vertraut zu machen und sie künstlerisch zu fördern. Den Projektabschluss bildet ein eigener Schüler-Slam.
Dieses Projekt befindet sich bereits in unserem Archiv der Inspirationen.

»Galaktika Silencia«

- oder warum das Weltall die Raketen nicht hört.
musiktheater bruit! & pulk fiktion in Kooperation mit dem KinderTheaterHaus Hannover


In dieser musiktheatralen Performance erkunden die KlangforscherInnen des musiktheater bruit! zusammen mit Kindern ab fünf Jahren und Erwachsenen den Klang des Universums. Auf ihrer Reise untersuchen sie mithilfe verschiedener Klangerzeuger und Forschungsinstrumente naturwissenschaftliche Phänomene. Sie wollen die Unmöglichkeit der Ausbreitung von Schall im luftleeren Raum aufheben und entdecken, was sich hinter der unendlichen Stille des Alls befindet. Fremde Klänge und Geräusche werden zu unheimlichen Wesen aus einer fremden Welt: eine ungewöhnliche Wahrnehmungserfahrung!


Dieses Projekt befindet sich bereits in unserem Archiv der Inspirationen.

»loop! Das 120-Spieluhren-Projekt«


Kunst- und Kulturfreunde Dornum und Umgebung e. V. in Kooperation mit der Realschule Dornum


Im Projekt »loop!«, das die Kompositionstechnik der Reduktion aufgreift, werden 120 Aufziehspieluhren von ebenso vielen Schülerinnen und Schülern der Realschule Dornum präpariert: Ein Teil der impulsgebenden Metallstifte der Walze wird abgeschliffen, bis die ursprüngliche Melodie nicht mehr zu erkennen ist. Die Spieluhren werden auf Resonanzplatten montiert und im Rittersaal des Schlosses Dornum hinter der ringsum verlaufenden Balustrade befestigt. loop! erweitert das barocke Deckengemälde um die Dimension einer Klanginstallation: Sphärenmusik, ganz anders.

Aktuelle Entwicklungen des Projektes findet man hier.
Dieses Projekt befindet sich bereits in unserem Archiv der Inspirationen.


»Zwischen den Welten: Ein musikpädagogisches Projekt mit Jugendlichen in der Psychiatrie«

Förderkreis der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover e. V. in Kooperation mit dem Kinder- und Jugendkrankenhaus auf der Bult


Das Projekt »Zwischen den Welten« wurde von Nazfar Hadji, Studentin an der Hochschule für Musik, Theater und Medien, entwickelt und soll eine Kombination aus dem Klavierstück »Faschingsschwank aus Wien« von Robert Schumann und eigenen Kompositionen von 13- bis 18-jährigen PatientInnen in der Psychiatrie darstellen. Die Beteiligten nehmen auf das eigene Leben Bezug und können durch Musik ihre Gefühle transportieren. Der Faschingsschwank eignet sich sehr zur Inspiration eigener Kompositionen, da dort eine eigene Welt eröffnet wird, die nichts mit der realen zu tun hat und eine Art Maskierung ermöglicht. So bietet es einen speziellen Zugang zur Auseinandersetzung mit »verschiedenen Welten«.

Nazfar Hadji wurde für ihre herausragenden Leistungen mit dem Wissenschaftspreis Niedersachsen 2016 in der Kategorie III Studierende ausgezeichnet.
Dieses Projekt befindet sich bereits in unserem Archiv der Inspirationen.