Musikland Blog

Neues und Bemerkenswertes

Achtung, Millionenfrage! Oder könnten Sie gerade mal so sagen, wo synagogale Orgelmusik erfunden worden ist?
Eben! Also – Antwort: In Seesen im Harz. Und zwar auf niedersächsischer Seite – soviel Lokalpatriotismus muss sein. Und wer gleich noch mit ein bisschen Hintergrundwissen punkten will, erzählt von der zauberhaften Villa Seligmann in Hannover...

Seit dem 17. Januar dieses Jahres stehen deren Türen endlich wieder allen weit offen: Nach aufwändigen Restaurierungsarbeiten beheimatet das eindrucksvolle Gebäude das Europäische Zentrum für Jüdische Musik (EZJM), das zur Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover gehört.
Konzipiert als Forschungs- und Begegnungsstätte, lebt der Geist seines einstigen Besitzers – dem damaligen Continental-Direktor Siegmund Seligmann – im Hause weiter: Im Rahmen der feierlichen Eröffnungszeremonie wurde das als „Akt der aktiven Reue und der lebendigen Erinnerung" gewürdigt.

Und lebendig ist's in Hannovers Hohenzollernstraße 39 tatsächlich - mit sechs Veranstaltungen in den kommenden zwei Monaten – von A wie Autorenlesungen bis genau! – O wie Orgel!

Zum Beispiel am Montag, den 5. März 2012, wenn um 20 Uhr Alexander Ivanov, Organist und Kantor an St. Severin in Keitum auf Sylt an der historischen Sauer-Orgel der Villa Seligmann (übrigens der einzigen Synagogenorgel in ganz Deutschland, die die Reichspogromnacht überstandne hat!) in die Tasten greift und Elena Polasuhina dazu Vertonungen synagogaler Gebete singt.

Oder am darauffolgenden Freitag, den 9. März 2012, da Arno Beyer aus  seiner Biografie "Andor der Spielmann. Ein jüdisches Musikerleben" liest und Andor Izsák, Direktor des EZJM, dazu jüdische Melodien spielt.

Am Mittwoch, den 14. März, Dienstag, den 20. März und Mittwoch, den 28. März 2012, wird jeweils um 20 Uhr der Europäische Synagogalchor unter der Leitung von Andor Izsák mit synagogalen Psalmenvertonungen zu hören sein.
Achtung: Für das Konzert am 14. März gibt es übrigens nur noch wenige Restkarten!

Am Mittwoch, den 25. April 2012 um 19.30 Uhr schließlich spielen der Bratschist Semjon Kalinowsky und Organist Thorsten Mäder hebräische Melodien auf – in Bearbeitungen u.a. von Moritz Deutsch, Louis Lewandowski, Joseph Sulzer und Max Bruch.

Der Eintritt zu allen diesen Konzerten ist frei; um Anmeldung wegen der begrenzten Platzkapazität und Spenden zur Unterstützung der Konzertofferten wird herzlich gebeten.

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Super vermittelt! Wir freuen uns in Hitzacker auf die Festival...
Freilich... ... nehmen wir an! Allerdings ohne gesonderten...
??? Hmmm... ich suche gerade den Eintrag, wo Ihr den...
Pferde SChön, genau das war der Sinn der Sache

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