Theater & Schule

Musikvermittlungsprojekte

Kooperationen

SoundScape Niedersachsen zeichnet sich nicht nur durch seine hohe Reichweite und den starken partizipativen Ansatz, gerade über Online-Medien, aus. Das Projekt wird außerdem in seinen künstlerischen und (musik-)pädagogischen Aspekten nachhaltig weiterentwickelt. Die Kooperationen mit Theatern und Orchestern stellen wir hier in Wort, Bild und Ton vor...

Mit freundlicher Unterstützung von:

SoundScape

Klänge aus ganz Niedersachsen

open stage

9. Juni 2012, Staatsoper Hannover

SoundScape Niedersachsen goes open stage

Präsentation der drei Kooperationsprojekte aus dem Frühjahr 2012 am 9. Juni 2012 in der Hör-Lounge im Rahmen der langen Jugend-Konzertnacht in der Staatsoper Hannover.


Theater Osnabrück

Das Theater Osnabrück konnte zwei Kurse eines Gymnasiums für das Projekt begeistern. Ein Musik- und ein Kunstkurs arbeiten parallel mit dem gleichen Ausgangsmaterial, den selbst aufgenommenen Sounds. Als Teil des Musikunterrichts des zweiten Schulhalbjahres entwickelt der Musikkurs nach Aufnahme und Sichtung der Sounds vier verschiedene musikalische Bearbeitungen derselben: eine Fuge, eine Sonate, eine Variation, eine Klangflächenmusik. Diese Ergebnisse werden anschließend von den bildenden Künstlern auf Großformaten visualisiert. Eine Aufführung soll dementsprechend immer beide Elemente – Bild und Ton – beinhalten.

Nach der ausführlichen Auseinandersetzung mit den musikalischen Gattungen befinden sich die Schüler momentan auf Geräuschejagd…

www.theater-osnabrueck.de


Staatstheater Braunschweig

In dem Projekt vom Staatstheater Braunschweig werden 21 Schülerinnen und Schüler der IGS Franzsches Feld zu Klangforschern im Stadtraum. Ausgerüstet mit Aufnahmegeräten machen sich die Teilnehmenden auf die Suche nach Klängen und ihren Geschichten, die im Alltag versteckt und ungehört bleiben. Gemeinsam mit dem Klangkünstler Heiko Wommelsdorf konzipieren und realisieren die Teilnehmenden aus dem gesammelten Material eine künstlerische Arbeit, in der die aufgenommenen Atmosphären, Klänge und Geräusche in einen neuen Kontext gesetzt werden. So wird die Wahrnehmung, die im Alltag primär über visuelle Reize erfolgt, durch den künstlerischen Umgang mit Klang irritiert und erweitert. Die Ergebnisse der Klang-Forschungsreise werden in einer „begehbaren Klanginstallation“ im Theater und im öffentlichen Raum präsentiert werden.

www.staatstheater-braunschweig.de


Staatsoper Hannover

Wie klingt Hannover? 

„Nach Autolärm, Fußballfans, quietschende Stadtbahnen - aber auch nach leisen Klängen wie Windrauschen, Blätterrascheln oder Nieselregen, der auf Steine fällt,“ meint Malte, 17 Jahre, und fügt hinzu: „Hannover ist eine Stadt mit viel Grün - Bebauung und Natur treffen aufeinander. Und an vielen Orten erobert sich die Natur ihren Platz zurück.“ Ein solcher Ort ist ein verlassenes Haus in einer kleinen Seitenstraße in Hannover-Bothfeld, auf dessen Außengelände Malte an einem verregneten Sonntagnachmittag über den Boden kriecht, um Bilder und Klänge einzufangen.

Ewgeniy, 20 Jahre alt, fasziniert der besondere Klang auf dem alten Contigelände: „Vor allem abends, wenn die ganzen Jugendlichen dort abhängen und der Wind durch die mauerlosen Hallen weht, wird die Industrieruine mit neuem Leben geweckt. Man nimmt jedes Geräusch einzeln wahr, auch wenn es noch so leise ist. Man ist in der Stille eingefangen.“

Mit Kamera und Aufnahmegerät ausgestattet, machen sich die 10 Jugendlichen des Kompositionsprojektes Ohrlabor der Staatsoper Hannover von Februar bis Juni 2012 auf die Suche nach den spezifischen Klängen ,ihrer` Orte in Hannover: die AWD-Arena, der Hanomagkreisel, der Rote Faden, die alte Pädagogische Hochschule in der Südstadt oder die Nanas am Leineufer.

Sie laborieren mit Klang und Bild, Hörbarem und Sehbarem, um ihren Wünschen und Visionen, ihrer Kritik und ihrer Sehnsucht, die sie mit diesem Ort verbinden, einen Ausdruck zu verleihen. Unterstützung erhalten sie vom Komponisten und Produzenten Christof Littmann und vom Filmemacher Axel Brunotte.

Die Ergebnisse dieser visuellen und akustischen Entdeckungstour durch Hannover wurden im Rahmen von open stage am 9. Juni 2012 präsentiert.

In Kooperation mit dem Musikland Niedersachsen und der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.
Leitung: Tamara Schmidt, Christof Littmann

www.staatstheater-hannover.de/oper

Das OhrLabor bei NDR Kultur


Gemeinde Weyhe

© Knief

Weyhe klanglich erkunden! – so heißt das Thema der neuen Arbeitsgemeinschaft an der Ganztagesgrundschule Leeste (GTS Leeste).
Aufbauend auf die große Sommerkampagne des Musiklandes Niedersachsen 2011 ist eine Arbeitsgemeinschaft (AG) gegründet worden. Die Kinder, die an dieser AG teilnehmen, verarbeiten die Ergebnisse der Kampagne und setzen ihre eigenen Ideen zum Thema „Wie hört sich Weyhe an?“ um. In Zusammenarbeit mit dem Rathaus der Gemeinde Weyhe, Musikland Niedersachsen und der GTS Leeste erleben die Kinder ihren Wohnort von einer ganz anderen Seite und lernen genauer hinzuhören.
Welche Geräusche umgeben sie? Welche Geräusche, die sie tagtäglich begleiten, nehmen sie gar nicht mehr wahr? Und welche Geräusche gibt es in der Gemeinde, die sie wohlmöglich noch gar nicht kennen?
All diese Fragen und noch viele mehr werden von den „Geräusche-Detektiven“ auf der Entdeckertour durch Weyhe erforscht und beantwortet!

www.weyhe.de