Förderpreis Musikvermittlung

2013

Fotograf: Helge Krückeberg

Einmal ist keinmal, heißt es – zweimal Zufall. Das dritte Mal ist allerdings – genau! – Tradition: Wir freuen uns also, in diesem Jahr bereits zum dritten mal den Förderpreis Musikvermittlung ausschreiben zu dürfen. Mit dem Preis werden Projekte im Bereich Musikvermittlung und Konzertpädagogik gefördert. Er ist mit insgesamt 40.000 Euro dotiert, die biennal von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und der Musikland Niedersachsen gGmbH an bis zu fünf Einzelprojekte vergeben werden. Mit dem Förderpreis Musikvermittlung wird die Realisierung der ausgewählten Konzepte ermöglicht.

Der Bewerbungsschluss war am 31. März 2013.

Wir danken allen Bewerberinnen und Bewerbern für Ihr Interesse an unserer Ausschreibung. Die Jury wird im Juni 2013 über die fünf Preisträger entscheiden, die danach - vor Beginn der Sommerferien Ende Juni informiert werden. Die Preisverleihung findet am 14. August abends im Rahmen der Musikland Jahreskonferenz in der Landesmusikakademie in Wolfenbüttel statt und ist öffentlich - wir laden dazu herzlich ein!

Die Jury

Experten der Musikvermittlung

Dr. Sabine Schormann

Niedersächsische Sparkassenstiftung


Sabine Schormann stammt aus Bad Homburg. Von 1981 bis 1987 studierte sie Germanistik, Kunstgeschichte, Philosophie in Mainz. 1980 bis 1991 arbeitete sie für die Mainzer Allgemeine Zeitung, den Hessischen Rundfunk und das ZDF. Von 1987 bis 1992 leitete sie im Goethe-Museum, Frankfurt/Main das Fotoarchiv, arbeitete in der Museumsabteilung mit und gestaltete eigene Ausstellungen. 1992 promovierte sie über Bettina von Arnim und Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher. Von 1992 bis 1997 verantwortete sie für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz in Bonn Konzeption und Umsetzung des Tages des offenen Denkmals und baute den Bereich für Sonderaktionen, Spendenakquise und Jugendaktionen auf. 1997 kam sie zur EXPO 2000 Hannover, wo sie die Ausstellungs- und Projektleitung von Planet of Visions und Das 21. Jahrhundert im Themenpark innehatte. Seit 2000 ist Dr. Schormann Geschäftsführerin der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und Geschäftsführerin der VGH-Stiftung, Hannover.


Dr. Andrea Welte

Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover

Andrea Welte studierte Schulmusik, Erziehungswissenschaften, Philosophie und Diplommusikerziehung Querflöte an der Universität der Künste Berlin, Romanistik an der Freien Universität Berlin und der Université de la Sorbonne Paris (Stipendium des DAAD) sowie Orchestermusik Flöte an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Als Stipendiatin des Deutsch-Französischen Kulturrats war sie an der Cité de la musique Paris in den Bereichen Musik-, Tanz- und Museumspädagogik tätig.
Von 1998 bis 2007 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin für Musikpädagogik an der Universität der Künste Berlin (Abschluss der Promotion im Januar 2008). Parallel war sie als Musikerin aktiv und unterrichtete Querflöte an Berliner Musikschulen. Ab 2007 nahm sie Lehraufträge an verschiedenen Musikhochschulen wahr. 2009 vertrat sie die vakante Professur für Instrumentalpädagogik an der Hochschule für Künste Bremen und folgte im Februar 2010 dem Ruf auf eine Professur für Instrumentalpädagogik an die Hochschule für Künste Bremen. Seit April 2011 ist sie Professorin für Musikpädagogik an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Sie ist Sprecherin des Studiengangs Künstlerisch-Pädagogische Ausbildung (Bachelor und Master) und der Fachgruppe Didaktik & Methodik, EMP und Rhythmik. Musikvermittlung zählt zu den Schwerpunkten ihrer Lehre und es ist ihr ein großes Anliegen, kompetente und begeisternde MultiplikatorInnen für musikalische Bildung auszubilden.


Albert Schmitt

Deutsche Kammerphilharmonie Bremen


Albert Schmitt (geb. 1960) ist Managing Director der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und darüber hinaus tätig als Referent an Universitäten, bei Fachkongressen und Wirtschaftsforen zum Thema Management-Organisation und Hochleistung. Als junger Mensch war er Bundespreisträger des Wettbewerbs Jugend musiziert und Stipendiat der europäischen Gemeinschaft. Er studierte die Fächer Kontrabass, Musikwissenschaft, Pädagogik und Dirigieren und schloss 1985 sein Studium mit dem 1. Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien (Sekundarstufe II) ab. 1986 wurde er in Die Deutsche Kammerphilharmonie aufgenommen. Drei Jahre später erlangte er das Orchesterdiplom im Fach Kontrabass an der Musikhochschule in Freiburg. Seit 1995 arbeitete Albert Schmitt bei der Deutschen Kammerphilharmonie Bremens, zunächst als PR-Manager, dann (1997) als General Manager und seit 1999 als Managing Director. Er richtete die Kammerphilharmonie strategisch neu aus. Indem er das Orchesters zum Unternehmen umbaute, ermöglichte er dessen Aufstieg in die Weltspitze.


Thomas Rietschel

Präsident der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main


Thomas Rietschel hat seine wissenschaftliche Ausbildung in Germanistik und empirischen Kulturwissenschaften mit dem praktischen Musikstudium der Violine ergänzt. Er war tätig als Geschäftsführer des Kammerorchesters Schloss Werneck, als Generalsekretär des Jeunesses Musicales Deutschland sowie als Generalsekretär des Deutschen Musikrates. Seit Mai 2004 leitet Thomas Rietschel als Präsident die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main.


Markus Lüdke

Musikland Niedersachsen gGmbH


Markus Lüdke studierte Schulmusik an der Folkwang Hochschule Essen und Mathematik an der Mercator-Universität Duisburg. Von 1999 bis 2013 leitete er den Programmbereich Musik an der Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel. Seit März 2013 ist er Geschäftsführer der Musikland Niedersachsen gGmbH. Schwerpunkte seiner bisherigen Arbeit liegen in der Entwicklung und Durchführung von Weiterbildungsangeboten für die Konzertpädagogik und Chorpraxis. Mit langjährigen Erfahrungen als Dirigent und Musikvermittler hat er ein besonderes Interesse an der Konzeptionierung und Gestaltung überraschender Veranstaltungsformen mit und um Musik sowie für die Entwicklung und Umsetzung nachhaltiger Kulturprogramme. Neben diversen Jury- und Beiratstätigkeiten und der Veröffentlichung von Fachbeiträgen leitet er seit 2006 das Orchester der Technischen Universität Braunschweig.


Lydia Grün

netzwerk junge ohren e.V.

Lydia Grün wurde 1976 in Essen geboren. Sie studierte Musikwissenschaft und Journalistik an der Universität Leipzig, an der Humboldt-Universität Berlin und an der Freien Universität Berlin. Zu ihrer publizistischen Tätigkeit zählen Kulturberichterstattung vor allem für öffentlich-rechtliche Hörfunksender sowie die Herausgabe des Bandes "musik netz werke - Konturen der neuen Musikkultur" (2002). Von 2000 bis 2006 war Lydia Grün Consultant der ]init[ AG Berlin für den Bereich politische Kommunikation oberster Bundesbehörden, Verbände und Stiftungen. Von 2007 bis 2008 arbeitete sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl "Musik und Medien" von Frau Prof. Susanne Binas-Preisendörfer an der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg. Von September 2008 bis Mai 2011 war Lydia Grün Referentin für Musik im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und war zwischen Februar 2011 und Dezmber 2012 Geschäftsführerin von Musikland Niedersachsen. 2013 wechselte sie an die Spitze des netzwerk junge ohren e.V.
Sie gehört dem Kuratorium des YEAH!-Awards an und wurde als Vertreterin der beruflichen Praxis 2012 in die Gutachtergruppe für die Akkreditierung der Studiengänge in den Fächern Geschichte, Archäologie, Kunstgeschichte, Altertumskunde, Vorderasiatische Altertumskunde und Musikwissenschaft an der Universität Freiburg berufen.


Dienst für Musikvermittlung

Kontakt


Sprechen Sie uns an.

Projektleiterin Anne Benjes
T. 0511.64279202
E-Mail: benjes (at) musikland-niedersachsen.de

Die Initiatoren

Wer steckt dahinter?

Der »Förderpreis Musikvermittlung« wird von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und Musikland Niedersachsen gGmbH vergeben. Die Niedersächsische Sparkassenstiftung fördert Musikfestivals, richtungsweisende Veranstaltungsreihen und Konzertvorhaben von überregionaler Bedeutung. Daneben setzt sie mit den Niedersächsischen Musiktagen einen eigenen Akzent mit hohem Vermittlungsansatz.

Die Niedersächsische Sparkassenstiftung fördert Musikfestivals, richtungsweisende Veranstaltungsreihen und Konzertvorhaben von überregionaler Bedeutung. Daneben setzt sie mit den Niedersächsischen Musiktagen einen eigenen Akzent mit hohem Vermittlungsansatz. »Zeitgenössische Musik in der Schule«, die Unterstützung des Wettbewerbs »Jugend musiziert« und die Vergabe des RAM-Stipendiums zielen darauf ab, junge Menschen für Musik zu begeistern.

Musikland Niedersachsen steht für eine moderne, vielfältige Musikkultur. Die Geschäftsstelle der Musikland Niedersachsen gGmbH ist Koordinations- und Servicepunkt für alle »Musik-Macher« in Niedersachsen. Die Musikland Niedersachsen gGmbH ist eine Gesellschaft der Stiftung Niedersachsen. Sie wird gefördert durch das Land Niedersachsen und die Niedersächsische Sparkassenstiftung.